16.05.2020

VERSCHOBEN - «Der Trafikant» mit Hanspeter Müller-Drossaart

Diese Aufführung wurde auf den 8. Mai 2021 verschoben.

19.30 Barbetrieb 

20.00 Aufführung 90 Min.
Eintritt: 28.- / 22.-

«Der Trafikant» Erzählende Literatur mit Hanspeter Müller-Drossaart

Der Roman «Der Trafikant» von Robert Seethaler schildert ein Jahr im Leben des jungen Mannes Franz, der von seiner Mutter nach Wien geschickt wird, um in
einer Trafik (österreichisch: Laden für Tabakwaren, Zeitungen und Ähnliches) in die Lehre zu gehen. Es ist das Jahr 1938 und der Nationalsozialismus beginnt, das Leben in Österreich zu verändern.

Für Franz beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Er ist überwältigt von der betriebsamen Metropole, begreift vieles nicht, obwohl sein Lehrmeister versucht, dem jungen Mann die Welt um ihn herum und die Politik zu erklären. Eines Tages macht er im Laden Bekanntschaft mit dem Stammkunden Sigmund Freud. Zwischen den beiden entwickelt sich eine unge­wöhnliche Freundschaft, und als Franz die Liebe zur Varietétänzerin Anezka umtreibt, wendet er sich mit seinen Fragen an Freud. Zuletzt werden jedoch alle - von den sich dramatisch zuspitzenden politisch-gesellschaftlichen Verhältnissen mitgerissen.

Schauspielerische Höchstleistung / zentralplus

Es sind dann auch die Dialoge, von denen das szenische Erzählstück besonders lebt - sorgfältige, liebevolle Dialoge, die auf der Bühne besonders gut zur Geltung kommen. Müller-Drossaart übernimmt nicht nur die Rolle des Erzählers, sondern schlüpft in die unterschiedlichen Figuren und inszeniert diese äusserst pointiert. Er spielt nicht nur mit den verschiedensten Dialekten und Akzenten, von Oberösterreichisch über Wienerisch bis Tschechisch, sondern setzt gekonnt minimalistisch Mimik und Gestik figurentypisch ein.Zur Untermalung der unterschiedlichen Stimmungsbilder, die der sensible Beobachter Seethaler in seinem Buch wunderschön beschreibt, greifen Müller-Drossaart und der Regisseur Buschi Luginbühl auf klangliche Stimmungsbilder (Till Löffler) zurück, die das heftige Gewitter im Salzkammergut, das geschäftige Treiben in Wien oder die rassenideologischen Hetzen akustisch untermalen.


Spiel und Bühnenfassung : Hanspeter Müller-Drossaart
Regie : Buschi Luginbühl
Musik : Till Löffler

 

Pressestimmen

„Ich habe seit Jahren kein schöneres Buch gelesen.“ SWR2

„Zart, leise, sanft, poetisch – eine kleine Kostbarkeit.“ Elke Heidenreich“

„Für mich eines der besten Bücher des Jahres 2012!“ Christine Westermann in FrauTV

„Robert Seethaler ist mit dem Buch ein rundum stimmiger, kompakter Coming-of-Age-Roman gelungen. Da ist kein Wort zu viel. Und ganz sicher keines zu wenig.“ Die Presse

„Seethaler ist mit dem Roman etwas Unheimliches gelungen. Er erzählt ungeschminkt und schnörkellos aus der Mitte eines gewaltigen Verhältnisses – aber er tut das mit einer Leichtigkeit “ NZZ am Sonntag

  • Datum: 16. Mai 2020
  • Zeit: 20:00 Uhr

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